Engelhörner - Mittelgruppe Überschreitung

Engelhörner - Mittelgruppe Überschreitung

27.6.2026

"Klassiker in der Engelhorn-Gruppe"

Wir hatten ein freies "MamaPapa-Wochenende", doch da der Wetterbericht für einmal gewitterhaft war, entschieden wir uns auf eine Tour von zu Hause aus. So fuhren wir über den Grimselpass und genossen während dem Aufstieg zur Engelhornhütte die Morgendämmerung. Um 6:00Uhr standen wir im Ochsental bei der Felszunge, welche den Aufstieg zum Gemssattel markierte. Kein Mensch in Sichtweite. Über Platten und Bänder ging es hinauf in die Lücke hinter dem Ruppspitz. Und siehe das, es war doch noch eine andere Seilschaft unterwegs. Diese befand sich kurz unter dem Gemssattel. Hinter dem Ruppspitz ist der weitere Routenverlauf etwas komplizierter. Man sollte sich nicht zu sehr auf die Rinnen verlassen, welche hinauf unter die steilen Gipfelwände führen sondern eher etwas weiter rechts klettern. Unter dem Gemssattel führt ein Kamin in ebendiesen. Dort trafen wir auf die andere Seilschaft und es stellte sich heraus dass es sich um zwei altbekannte handelte ;-)

Der erste Aufstieg zur Gemsenspitze führte über gestuftes Gelände. Nun wurde der Grat kompakter und exponierter und führte in anregender Kletterei über die weiteren Gipfel von Klein Engelhorn - Mittelspitze - Ulrichspitze - Gertrudspitze bis auf die Vorderspitze. Von der Vorderspitze stiegen wir hinunter zum Simelisattel und von dort zurück ins Ochsental. Da wir etwas zügiger als geplant waren genossen wir einen Burger in Guttannen und den Mittagssandwich gab es dann zum z'Vieri.

Fazit: Wunderschöne und landschaftlich reizvolle Gratkletterei. Bergschuhe oder Approachschuhe mit gutem Profil eignen sich für diese Tour besser, als Kletterfinken. Es hat an einige Bohrhaken, jedoch sollte die Tour nicht unterschätzt werden. Vorallem der Zustieg in den Gemssattel ist exponiert und ein Rückzug ist schwierig. 50m Seil.


Kontakt

Imsand Raphael Bergführer IVBV

Unterfeldstrasse 71
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Goms

079'898'78'76