Salbit (Südgrat)

Salbit (Südgrat)

4.8.2011 (mit Alban Hayoz)

Nach dem Gewitter vom Vortag welches bis am frühen Morgen für Nässe sorgte, sind wir an diesem Tag erstmal eher skeptisch obs wohl noch klappt mit einer Klettertour. Die Risse sind wohl eh noch alle nass und so bleiben wir erstmal noch ein bisschen im Bett liegen. Schlussendlich entscheiden wir uns doch noch den Salbit Südgrat in Angriff zu nehmen. Wir starten etwa um 9.00Uhr bei der Hütte und steigen um halb 11Uhr ein.

Salbit Südgrat: Der Beginn ist noch Pflotschnass und an Reibung denkt man vorerst besser mal gar nicht. Da wir ohne schwere Bergschuhe angereist sind klettern wir mit den Finken. Neben uns befindet sich noch eine zweite Seilschaft am Grat, welche wir jedoch bereits rasch überholt haben. Ohne Topo und in dichtem Nebel suchen wir uns den Weg zum Gipfel...einfach immer der Kante nach. Die Kletterei ist an einigen Stellen überraschend fordernd. Die Schlüsselstelle bildet eine steile Kante welche sich wunderbar im Grad 5c+ frei klettern lässt. Weiter gehts dem zum Teil exponierten Grat entlang. An einer Stelle gelangt man an eine kühne Nadel, auf welche man nicht klettern sollte (Schlingen am Top). Besser unten links umgehen, somit erspart man sich ein unnötiges Abseilmanöver. Das Dessert am Schluss die Gipfelwand. Nicht schwer, aber sehr schöne Genusskletterei. Auf dem Gipfel verzog sich dann auch der dichte Nebel. Auf die Gipfelnadel verzichteten wir, wir mussten ja schliesslich noch ins Tal absteigen wo sich zu unserer Freude dann doch noch die Sonne zeigte.

 


 

Infos zur Tour

  • Absicherung: An den nötigen Stellen hats Bohrhaken. Zwischendurch kann man nötigenfalls gut selbst absichern
  • Material: 50m Seil (falls Abseilen vor Gipfel 2x50m), viele Zackenschlingen, kleine und mittlere Friends
  • Zustieg: Von der Salbithütte dem Wanderweg nach. Bei den Felsen über Wegspuren durch ein steiles, grasiges Couloir zum Einstieg hoch.
  • Abstieg: Vom Gipfel den Roten Markierungen entlang ins Coulir absteigen. (z.T Kabel)
  • Weitere Routen in der Umgebung: Leviathan 6b+, Niedermann 5c+
  • Vergleichstouren: GrossBielenhorn SE-Grat, GrossFurkahorn SE-Grat

 


 

Alban im nassen ersten Teil

 


 

Äs näflet.

 


 

Die Schlüsselstelle der Tour.

 


 

Unten die kühne Nadel, welche man links absteigend umgeht.

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Die letzte Seillänge. Sehr schön

 


 

Von mir auch noch ein Erinnerungsföteli

 


 

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