Handegg Ölberg (Siebenschläfer 6b+)

Handegg Ölberg (Siebenschläfer 6b+)

22.8.2015 

Handegg. In den 80er-Jahren der Ort in Europa, wenn man in Sachen Granit und Freiklettern mitreden wollte. Hier wurde der Gedanke, welcher im Yosemite-Valley aufgesogen wurde, weitergelebt. Hier fand man Granitwände, von unglaublicher Kompaktheit. 

Die Zeiten, in denen im Wald unterhalb der Wände campiert wurde und wo man an den Routen anstehen musste sind jedoch vorbei. So waren wir heute auch die Einzigen, welche eine Route am Ölberg kletterten. Während man oben am FairHandsPfeiler meist in griffigem Fels unterwegs ist, wird hier  am Ölberg vorallem sauberes Stehen und Bewegen verlangt. 

Bevor man in die Route startet, wartet erstmal der Engeliweg darauf, geklettert zu werden. Hat man diesen Part hinter sich gebracht, steilen sich die Platten auf und es wird auch gleich mehr verlangt. Bevor man zur grossen Steilstufe gelangt, stellt sich zuerst eine 6b-Platte in den Weg. Anschliessend gilt es noch eine Wulst zu "übermanteln". Was nun folgt ist "Granitkletterei par excellence": Der Steilaufschwung. Ich muss mir selbst eingestehen, dass ich wohl noch nie eine solch schöne Seillänge im Bereich 6b-6c im Granit geklettert bin. Ein Feuerwerk an schönen Bewegungen findet statt, unglaublich. Anschliessend folgt dann wieder Plattenkletterei, aber auch diese ist von erstklassiger Qualität. So muss man sich häufig von Badewanne zu Badewanne manteln...wie beim bouldern. Irgendwann im Nichts endet dann die Route. Mir hat die Route super gefallen.Wirklich komisch, findet diese Art von Kletterei nicht mehr diese Nachfrage, wie sie einst einmal war!


 

Der Engeliweg ist vorbei. Jetzt wirds steiler.

 


 

Ausstieg aus dem Steilaufschwung

 


 

Traumfels

 


 

Von Badewanne zu Badewanne

 


 

Gletscherschliff


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Goms

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