Fletschhorn (N-Wand) 3993m.ü.M

Fletschhorn (N-Wand) 3993m.ü.M

26.6.2011 (mit Vogt Urs)

  • Route: (Wiener-Route) Rossboden1910m- Moräne2291m- BiwakZen3014m- Rossbodengletscher2980m- Nordwand(WienerRoute)- Gipfel3993m- P.3927- Breitloibgrat- Rossbodengletscher- Biwak- Egge
  • Schwierigkeit: S+ (Wiener-Route), WS+ (Breitlaubgrat)
  • Zeit: Biwak-Gifpel +-3h, Gipfel-Biwak 2.3h
  • Höhenmeter: Biwak-Gipfel 979m
  • Wetter: Tag1: Starker Wind und Wand im Nebel/ Tag 2: Sonnenschein, blauer Himmel

Tag1: Anfahrt am Nachmittag mit dem Auto über den Simplon bis Egge und der Strasse entlang Richtung Rossbodenstafel. Bei der letzten Kurve vor dem Stafel geht man links über den Bach (2Baumstämme) und über den schönen Wanderweg, welcher direkt über die Moräne führt, erreicht man zuerst ein Geröllfeld und später den Griessernugletscher, welcher direkt hoch zum Biwak de Zen führt. Uns begleitete sehr starker Wind, welcher einem manchmal fast niederbutzte. Das Biwak bietet Platz für 9Personen und beinhaltet eine Kochstelle (Campingaz C206mitnehmen), Geschirr und Wolldecken. Neben uns zwei waren noch Paul Gnos, ein Bergführer aus Erstfeld, mit einer Gastin da. Zu viert wars noch angenehm, ab 7Personen wirds wohl recht ungemütlich. Der Wind wollte die ganze Nacht über nicht aufhören und er sauste schön laut über die kleine Biwakschachtel.

Tag2: Der Wecker weckte uns um 3.45Uhr. Nach dem Morgenessen starteten wir um 4.30Uhr. Der Weg führt vom Biwak leicht absteigend über Geröll auf den Rossbodengletscher. Über diesen ansteigend (Spalten) erreicht man den Bergschrund unterhalb der Nordwand. Die Wand ist zu Beginn noch nicht steil. Etwa in der Wandmitte erreicht man eine Felsinsel, ein guter Platz für eine kurze Pause. Von nun an wird die Wand immer steiler. Wir stiegen direkt in der Falllinie aus der Wand aus. An der Wächte war dann noch ein bisschen Spulen angesagt. Über den breiten Rücken erreicht man den Gipfel mit Super-Panorama. Wie schon beim Aufstieg durften wir beim Abstieg eine frische Spur in den Firnschnee legen. Vom Gipfel quert man östlich zum Sattel bei P.3927. Hier umgingen wir die Wächte in einer steilen Firnflanke direkt unterhalb P.3927. Über das breite Firnfeld erreicht man den Breitloibgrat. Dieser bot bei der momentanen Schneelage schöne kombinierte Kletterei. Die Felsen sind recht lose und in der Südseite begann bereits das Bröklerwärch und der Schnee war total sulzig. Auf 3320m erreicht man einen breiten Sattel, welcher zurück zum Rossbodengletscher führt. Wir waren zum Glück noch früh genug dran und sanken somit noch nicht Knietief im aufgeweichten Firnschnee ein. Im Gletscherkessel ist Vorsicht geboten. Es gibt viele Spalten in Laufrichtung, je weiter rechts, desto mehr, und links drohen die Seracs und Steinschlag der Nordwand. Noch vor 11Uhr erreichten wir wieder das Biwak. Aufräumen, Mittagessen und zurück ins Tal. Vom Simplonpass genossen wir dann nocheinmal den einzigartigen Blick in die Fletschhorn-Nordwand.

 


 

Biwak de Zen

 


 

Näfel

 


 

Bald geht die Sonne auf

 

 


 

Raphi geniesst die ersten Sonnenstrahlen

 


 

Frische Spuren, super Verhältnisse

 


 

Raphi

 


 

Urs beim Ausstieg aus der Wand

 


 

Gipfel

 


 

Monte-Rosa

 


 

GrossWannenhorn (vorne), Finsteraarhorn,Oberaarhorn

 


 

Gipfelfritzen mit Weisshorn

Weissmies und Laggin

 


 

Zuoberst am Breitloibgrat

 


 

Urs erreicht den Sattel

 


 

Der Breitloibgrat (Abstieg) im Profil

 


 

Zurück in die Zivilisation

 


 

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Imsand Raphael Bergführer IVBV

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079'898'78'76