Dom (Festigrat) 4545m.ü.M

Dom (Festigrat) 4545m.ü.M

25.7.2010 (mit Urs Vogt)

Als wir am Samstagmorgen in richtung Zermatt fuhren, stand das Zinalrothorn auf dem Programm, doch sobald die Wolken den Blick auf die Berge freigaben, sahen wir, dass es bis etwa 2600m runtergeschneit hatte. Das Telefongespräch mit der Hüttenwartin der Rothornhütte liess nicht viel Freude aufkommen. Starke Bewölkung, starker Wind, Neuschnee. Somit entschieden wir uns spontan eine andere Tour zu machen und fuhren zurück nach Randa.

Unser neues Ziel war der Dom. Von Randa stiegen wir die 1500Höhenmeter zur Domhütte auf 2940m.ü.M auf. Mit uns zweien, war die Hütte gerade bis auf den letzten Platz belegt. Nach einer engen Nacht in der Hütte gings also los.

Die Tour: Der Hüttenwart weckte um 2.30Uhr. Alle waren ziemlich im Stress, ausser Urs und ich, wir nahmen es eher gemütlich. Nach einer halben Stunde war die Hütte leer und wir zwei noch beim Morgenessen. Um 3.35Uhr starteten dann jedoch auch wir unsere Tour.

Zuerst gings hoch über die Moräne und bald holten wir die erste Gruppe ein. Bis zum Gletscherbeginn waren es alle hundert Meter wohl eine Gruppe. Als wir den Einstieg hinauf zum Festijoch auf 3600m.ü.M erreichten, hatten wir alle langsamen Gruppen überholt. Die Route führte nun über einige Felsen hinauf ins Festijoch. Dort erst entschieden wir entgültig die Route über den Grat zu nehmen. Vor uns waren noch zwei 2er-Seilschaften, die restlichen 70 Leute aus der Hütte stiegen via Normalweg in Richtung Dom.

Wir kletterten über den ersten Felsriegel, eine schöne, kompakte Platte, nicht sehr schwierig. Der Weg führt über kleine Felsen und durch Schnee, bis wir den Eishang erreichten. Hier setzte ich eine Eisschraube als Zwischensicherung, damit im Falle eines Sturzes, nicht beide über die Wand runtersausen. Anschliessend gings dann wieder durch kleine Felsen. Dann wurde der Blick auf den Gipfel frei. Eine riesen Spalte versperrte dort den direkten Weg. Später bekamen wir mit, dass bei der ersten Seilschaft im Rückweg vom Gipfel dort die Schneebrücke einbrach. Wir erreichten als dritte Seilschaft an diesem Tag den doch sehr kalten und windigen Gipfel. Im Abstieg über die Normalroute waren wir froh schnell unterwegs gewesen zu sein, denn dort standen sich die Seilschaften gegenseitig auf die Füsse. Gerade im Abstieg im Festijoch könnte das zum Problem werden !Steinschlag! Der Weg fürhte dann zurück zur Hütte und anschliessend nach Randa. 1500Höhenmeter rauf an einem Tag und 3000 runter, das ging ganz schön in die Beine.


Super Aussichten beim Pinkeln. Morgends um 3Uhr


Im Festijoch


Urs folgt in der Einstiegsplatte am Festigrat


Am Weisshorn geht die Sonne auf


Urs folgt im Steilhang


Im oberen Gratteil


Moi


Urs


Abstieg


Im Hintergrund der Nadelgrat


Urs über eine Gletscherbrücke


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